Die Geschichte der Spielvereinigung

Hopfelde-Hollstein

 in 8 Kapiteln  


Festrede von Georg Koch zum 50-jährigen Vereinsjubiläum am 2. Juli 2005



1.  Der Anfang 2.  Vorstand und Ehrungen
3.  Der Sport  4.  Frauen und Kinder
5.  Die Projekte 6.  Vereinszeitung und Werbung  
7.  Die Veranstaltungen   8.  Ausblick und Schlußbemerkung

1.  Der Anfang

Am 10. August 1955 trafen sich ca. 30 junge Menschen der Gemeinden Hopfelde und Hollstein in der ehemaligen Gastwirtschaft Schröder in Hopfelde mit dem Vorsatz, einen Fußballverein zu gründen. Um das Geschick des Vereins von vornherein in bewährte Hände zu legen, wurden in den ersten Vorstand die Lehrer Robert Schumann, Hopfelde, und Karl Stehling, Hollstein, gewählt. Der erste Schriftführer war Ernst Garbitz, der erste Kassierer Georg Koch.  

Das erste Jahr verlangte neben der persönlichen Bereitschaft aller Mitglieder zur Mitarbeit auch finanzielle Opferwilligkeit. Am Gründungstage gab es noch kein Vereinsvermögen , so daß die Finanzierung der Sportausrüstungen durch Umlagen auf die aktiven Vereinsmitglieder durchgeführt werden musste. Das zweite Erschwernis war die Tatsache, dass kein Sportplatz vorhanden war. Es musste mit dem Sportplatz auf der Zeche Glimmerode vorlieb genommen werden - ein schiefer, holpriger und abgelegener Platz.

Nach einem halben Jahr, im Februar 1956, wurde das erste Vereinsvergnügen veranstaltet, ein Faschingsvergnügen mit Prinzenpaar, Zeremonienmeister und Büttenredner; hier soll erinnert werden an Rudi Partsch, Klärchen Jakob, Walter Heinze und Karl Koch.

 

Im April 1956 erschütterte eine ernste Krise den noch jungen Verein: Die beiden Vorsitzenden und der Schriftführer stellten ihre Ämter zur Verfügung. Aber da sprangen die Vereinskameraden Artur Sandrock, Emil Ludolph und Alfred Pesch ein, die den Verein sicher durch diese schwierige Zeit brachten.

Im 2. Jahr des Bestehens, am 28. 4. 1957, wurde die erste Jugendabteilung gegründet. Damit wurde eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Die Sportkameraden Emil Ludolph und Erwin Pöpperl übernahmen als erste die Jugendarbeit; 1958 bis 1960 wurde sie in vorbildlicher Weise von unserem leider sehr früh verstorbenen Vereinskameraden Georg Leimbach weitergeführt. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Verein stetig weiter. Er verzeichnete einen ständigen Zuwachs auch an weiblichen Mitgliedern, so dass in 1968 ein sportliches Angebot an die Frauen und Mädchen in Form von Gymnastikstunden eingerichtet wurde. Weil die Aktivitäten im Verein immer umfangreicher wurden, beschloss der Vorstand im Jahre 1968, die Spielgemeinschaft Hopfelde-Hollstein in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Hierzu mußte die Satzung am 19.11.1968 neu gefasst werden und am 21.5.1970 wurde die Eintragung unter der Nr. 1104 beim Amtsgericht Witzenhausen vollzogen und beim Finanzamt Witzenhausen die Gemeinnützigkeit beantragt. Mit Stichtag 1.01.2005 hat der Verein 246 Mitglieder, von denen 155 der Fußballabteilung und 91 der Gymnastikabteilung zuzurechnen sind; davon gehören insgesamt 59 der Jugendabteilung an. Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch 7 im Verein; insgesamt wurden im Verein im Lauf der 50 Jahre 874 Mitglieder registriert.

 

2.  Vorstand und Ehrungen

Ein Verein kann nur dann bestehen und seinen satzungsgemäßen Aufgaben nachkommen, wenn sich Menschen zur Verfügung stellen, die sich ehrenamtlich dafür einsetzen. Neben den vielen freiwilligen Helfern in allen Bereichen, die als Betreuer der Mannschaften und Jugendlichen, als Organisatoren bei Veranstaltungen, als Arbeiter bei Eigenleistungen und als Ansprechpartner bei all den vielfältigen Vereinsaufgaben aktiv sind, müssen besonders die Vereinsvertreter erwähnt werden, die sich der Führung des Vereins angenommen haben.

In der folgenden tabellarischen Übersicht sind alle Vorstandsmitglieder seit 1955 aufgeführt, denen der Verein in den vergangenen 50 Jahren anvertraut war. Hieraus ist das Engagement derjenigen Sportkameraden zu erkennen, die die Sache des Vereins ganz besonders zu ihrer eigenen gemacht haben.

Jahr 1.Vorsitzender 2.Vorsitzender Schriftführer Kassierer
1955/56 Robert Schumann Karl Stehling Ernst Garbitz Georg Koch
    - " - Emil Ludolph Alfred Pesch Artur Sandrock Georg Koch
1956/57 Alfred Pesch Emil Ludolph Artur Sandrock Georg Koch
1957/58 Ferdinand Brübach Walter Wollenhaupt Artur Sandrock Georg Koch
1958/59 bis 1959/60 Ferdinand Brübach Artur Sandrock Walter Wollenhaupt Erich Schröder
1960/61 Artur Sandrock Horst Eberhardt Walter Wollenhaupt Erich Schröder
1961/62 Artur Sandrock Walter Wollenhaupt   Horst Eberhardt Erich Schröder
1962/63 Artur Sandrock Walter Wollenhaupt Ernst Garbitz Erich Schröder
1963/64 Artur Sandrock Horst Eberhardt Ernst Garbitz Erich Schröder
1964/65 bis 1966/67 Artur Sandrock Egon Ackermann Georg Koch Erich Schröder
1967/68 bis 1968/69 Artur Sandrock Horst Eberhardt Georg Koch Erich Schröder
1969/70 bis 1972/73 Artur Sandrock Egon Ackermann Georg Koch Erich Schröder
1973/74 Artur Sandrock Arno Kasper Georg Koch Erich Schröder
1974/75 Hans Werner Arno Kasper Georg Koch Erich Schröder
1975/76 bis 1976/77 Artur Sandrock Arno Kasper Georg Koch Erich Schröder
1977/78 bis 1980/81 Artur Sandrock Hans Werner Georg Koch Erich Schröder
1981/82 bis 1984/85 Artur Sandrock Volker Ullrich Georg Koch Erich Schröder
1985/86 Lutz Kalz Roland Vater Georg Koch Hans Salzmann
1986/87 Lutz Kalz Hartmut Sauber Georg Koch Hans Salzmann
1987/88 bis 1998/99 Lutz Kalz Hartmut Sauber Georg Koch Manfred Sinning  
1999/00 bis 2004/05 Lutz Kalz Hartmut Sauber Georg Koch Klaus Hasenmaier
2005/06 bis 2010/11 Lutz Kalz Hartmut Sauber Manfred Will Peter Ackermann
2011/12 bis ... Lutz Kalz Benjamin Dippel Manfred Will Peter Ackermann

Diese Aufstellung zeigt, daß sich dieser Sportverein dadurch auszeichnet, daß der Vorstand in seiner jeweiligen Zusammensetzung immer über mehrere Jahre hinweg tätig sein konnte, insbesondere wurde die Funktion des 1.Vorsitzenden von Artur Sandrock 25 Jahre lang wahrgenommen und von Lutz Kalz nun ebenfalls seit 25 Jahren (Stand 2010). Darin ist die kontinuierliche Entwicklung des Vereins begründet, der nie in eine Existenzkrise geraten ist. Dem Engagement seiner Mitglieder für den Verein und für den Sport dankt der Verein in Form von Ehrungen, die er auch bei den Verbänden beantragt.


Neben 51 Fußballverbandsehrungen, 12 Sportbundehrungen und 5 Turnerbundehrungen hat der Verein, 64 goldene Ehrennadeln, 136 silberne Ehrennadeln, 200 bronzene Ehrennadeln und 20 Verdiensturkunden verliehen. 14 verdiente Mitglieder wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Dies sind Heinrich Brink, Ludwig Meub, Christian Gockenbach, Horst Eberhardt, Werner Bischoff, die verstorben oder aus dem Verein ausgeschieden sind, und Artur Sandrock, Georg Koch, Erich Schröder, Heinz Stieling, Kurt Stieling, Dieter Schweinsberg, Herbert Freudenberg, Harald Strantz, alle Gründungsmitglieder, die noch heute dem Verein angehören, sowie Karl-Ludwig Opper. Für sportliche Leistungen beim Fußball konnten bisher folgende Auszeichnungen ausgegeben werden.

für  200 Spiele 108 Urkunden   für 400 erzielte Tore 1 Pokal
für  300 Spiele 64 Urkunden   für 500 erzielte Tore 4 Pokale
für  400 Spiele 37 Urkunden   für 600 erzielte Tore 2 Pokale
für  500 Spiele 18 Pokale   für 750 erzielte Tore 1 Pokal
für  600 Spiele 15 Pokale      
für  700 Spiele 11 Pokale      
für  800 Spiele 9 Pokale      
für  900 Spiele 6 Pokale      
für 1000 Spiele 4 Pokale      
für 1100 Spiele  2 Pokale      

(Stichtag vorstehender Ehrungen ist der 1. 7. 2005)

Der Spieler mit 750 Toren und über 1100 Spielen war Werner Bischoff, verstorben im August 2003.

Im Spieljahr 2001/2002 wurde Heiko Bernhardt in der B-Liga auf Kreisebene mit 44 Treffern Torschützenkönig.

Im Verband auf Kreisebene stellte der Verein folgende Mitarbeiter:

Von 1977 bis 1983 war Horst Eberhardt Kreisjugendfußballwart, nachdem er 1974 zum stellvertretenden Kreisjugendfußballwart gewählt worden war. Ralf Biehl war seit 1978 Mitglied im Kreisjugendfußballausschuß und wechselte 1984 in den Kreisschiedsrichterausschuß und ist z.Zt. noch als Vorstand des Freundeskreises der Schiedsrichter tätig. Georg Koch war seit 1976 Beisitzer im Kreisfußballrechtsausschuß und übte von 1980 bis 2004 die Funktion des Kreisrechtswartes aus. Seit 2004 sind Georg Koch und Lutz Kalz Beisitzer im Kreisrechtsausschuß des neuen Fußballkreises Werra-Meißner. Für seine vielfältigen Funktionen erhielt Georg Koch 1994 die Sportehrenplakette des Werra-Meißner-Kreises und 2000 die Verbandsehrennadel in Silber vom Hessischen Fußballverband.

3.  Der Sport

Von Beginn an spielte der Verein mit 2 Seniorenmannschaften. Nach der Gründung musste in der niedrigsten Kreisklasse, der C-Klasse, begonnen werden. In 1956 wurde die 1.Mannschaft in die B-Klasse versetzt.

Das Spieljahr 1957/58 wurde zu einer Belastungsprobe für den Verein. Es wurden eine 1., eine 2. und eine A-Jugend-Mannschaft in die Serie geschickt. Aber dies war zu viel. Die Spielbilanzen dieses Jahres drücken dies aus:

Die 1. Mannschaft gewann 3 von 25 Spielen, die 2. Mannschaft 4 von 12 Spielen und die Jugendmannschaft 2 von 22 Spielen; und an dieser Bilanz zerbrach die Jugendmannschaft wieder, kaum, dass sie auf die Beine gestellt worden war. Doch gingen aus dieser Mannschaft eine Reihe guter Spieler hervor. Zwei Namen sollen für alle stehen: Werner Bischoff und Harald Ernst.

Nach den schwachen Leistungen der 1. Mannschaft in 1957/58 und kaum  besseren in 1958/59 musste sie wieder in die C-Klasse absteigen. Hier konnte sie sich wieder erholen und auch an das Gewinnen gewöhnen.

Die Jahre 1961 und 1962 waren ruhige Vereinsjahre. 1961 wurde wegen Spielermangels die 2.Mannschaft für eine Saison abgemeldet. Dadurch konnte sich die 1.Mannschaft neu formieren, und dies zeigte sich bereits in der Serie 1962/63. Es spielten wieder zwei Mannschaften in der C-Klasse, und diese Serie wurde von der 1.Mannschaft ohne einen Verlustpunkt abgeschlossen. Nach zwei gewonnenen Entscheidungsspielen bedeutete dies die Kreismeisterschaft in der C-Klasse und den Aufstieg zur B-Klasse. An dieser Stelle soll erinnert werden an die aus diesem Anlass erfolgte Ehrung durch den Kreisfußballwart Heitmann.  

Einer der glücklichsten Tage in der Vereinsgeschichte war der 14. Juli 1963. An diesem Tage konnte der neue Sportplatz eingeweiht werden. Nach acht Jahren Behelf hatte der Verein jetzt seinen Sportplatz in Dorfnähe, und dies ging nicht zuletzt auf die Initiative des Bürgermeisters Heinrich Brink zurück. Von diesem Tage an hatten unsere Fußballmannschaften endlich auch Publikum bei ihren Heimspielen, und damit konnte der Verein in einfacher  Weise Interesse wecken und Verständnis für seine Sorgen und Nöte finden bei den Einwohnern beider Gemeinden.

In die Saison 1965/66 ging der Verein wieder mit drei Mannschaften, zwei Seniorenmannschaften und einer B-Jugendmannschaft. Dies war der zweite Versuch mit einer aktiven Jugendabteilung. Ihre Betreuung wurde in die Hände des Sportkameraden Horst Eberhardt gelegt, nachdem Dieter Lauterbach sie aus beruflichen Gründen nicht mehr wahrnehmen konnte. Und seit dieser Zeit besteht diese Abteilung heute noch, von 1974 bis 1984 unter der Führung des Jugendleiters Karl-Heinz Jilg, danach nahm Edwin Weyrowski 2 Jahre die Aufgaben wahr, ehe Dieter Neumann die Leitung bis 1993 übernahm. Danach zeichnete wieder Dieter Lauterbach für die Jugendarbeit verantwortlich bis er in 1996 von Karl-Ludwig Opper und Jutta Winter abgelöst wurde. In diesem Jahr wird die Jugendabteilung mit einer Jugendordnung ausgestattet, so daß sie eigenverantwortlich alle Jugendangelegenheiten im Rahmen der Vereinssatzung selbst regeln kann. 1997 folgte Heike Winkler auf Jutta Winter als Jugendwartin bis sie 2002 diese Funktion an Sabine Störmer abtrat. Als Jugenwart wurde 2002 Rainer Winter als Nachfolger von Karl-Ludwig Opper gewählt, dem aber bereits in 2003 Kurt Schröder folgte. Die Jugendmannschaft konnte zwar in den 1965 folgenden 7 Jahren niemals eine positive Bilanz erzielen, doch zählte das Mitspielen für die Jungen mehr als der Sieg. Da die Spieleranzahl jedoch von Jahr zu Jahr geringer wurde, beschloß der Verein ab Spieljahr 1967/68 in den Jugendmannschaften mit dem  Retteröder Fußballverein eine Spielgemeinschaft einzugehen. Damit waren beide Vereine zusammen in der Lage, eine B- und eine A-Jugendmannschaft zu stellen. Diese Gemeinschaft hielt jedoch nur zwei Spielserien und der akute Nachwuchsmangel führte dazu, daß 1969 keine Jugendmannschaft gemeldet werden konnte. 1970 begann der Verein wieder selbständig mit einer D-Jugendmannschaft und seit dieser Zeit ist ein stetiger Aufwärtstrend zu beobachten. Um die Spielstärke noch zu erhöhen und allen interessierten Jugendlichen eine Spielmöglichkeit zu bieten, wurde am 9. 6. 1977 mit dem Lichtenauer-Fußball-Verein eine Jugendspielmannschaft gegründet ( JSG ). Obwohl auch diese JSG nur ein Spieljahr Bestand hatte, stellte sie doch die erfolgreichsten Mannschaften im Kreis. Aus der Jugendabteilung nahmen bis 1981 regelmäßig 4 Mannschaften am Spielbetrieb teil und das mit erheblichem Erfolg. Dies zeigen die errungenen Meisterschaften und der Aufstieg in die Bezirksleistungsklasse der B-Jugendmannschaft in 1974 und der A-Jugendmannschaft in 1979. Beide Mannschaften konnten jedoch nur ein Jahr in dieser höheren Spielklasse verbleiben. Seit 1982 ging die Anzahl der Jugendmannschaften kontinuierlich zurück: drei Mannschaften waren es noch 1982, zwei in 1983 und eine in 1984. So war der Verein gezwungen, die noch am Fußballspielen interessierten Jungen an Nachbarvereine abzugeben. Lediglich in den Jahren 1987 und 1988 konnte nochmals je eine A-Jugendmannschaft gestellt werden. Seit 1990 hat man sich wieder in einer JSG engagiert, zunächst mit dem SV Hasselbach für ein Jahr und danach in der JSG Meißner/ Rommerode/Hopfelde, zu der noch Walburg hinzustieß und die sich ab 2001 JSG Meißnerland nennt. Diese JSG besetzt z.Zt. alle Jugendklassen bis hinab zu den Bambinis mit mindestens einer Mannschaft.

Die Seniorenabteilung stellt mit Ausnahme der Jahre 1961 und 1971 immer zwei Mannschaften, die mit wechselndem Erfolg an den Rundenspielen teilnehmen. Hierzu kommt noch eine Alt-Herren-Mannschaft     ( AH ), die auf Turnieren und bei Freundschaftsspielen während der  Sommermonate aktiv wird. Drei Serien konnte die 1.Mannschaft in der A-Liga bzw. Bezirksliga spielen: Dies war 1969/70, 1977/78 und 1994/95. Jedes Mal musste sie nach einem Jahr wieder absteigen. Im Mai 1995 trat der Verein KSC Lusitania, ein von portugiesischen Mitbürgern gegründeter Fußball- und Kulturverein, an den Verein heran, um eine gemeinsame Senioren-Spielgemeinschaft einzugehen, da sie eigenständig nicht mehr in der Lage waren über eine Serie hinweg eine Mannschaft zu stellen. Diesem Wunsch kam der Verein nach, so daß die SG Hopfelde-Hollstein/Lusitania am 21. 06. 1995 vom Verbandsfußballwart genehmigt wurde und heute noch unter dieser Bezeichnung eine 1., eine 2. und eine AH-Mannschaft spielen lässt. Aus dem Kader von Lusitania sind allerdings nur noch zwei bis drei Spieler aktiv. Zur Serie 1990/91 wurde die bisherige Kreisliga B umbenannt in Kreisliga A, die höchste kreisgebundene Spielklasse, in der die 1.Mannschaft bis auf die Serie 1994/95 ununterbrochen bis 2000/01 spielte. Danach folgte bezirksseitig eine neue Spielklasseneinteilung über die Kreisgrenze hinweg, so dass die 1.Mannschaft wieder in einer B-Liga spielen musste. Als Tabellenzweiter hinter einer 2.Mannschaft gelang jedoch 2002/03 wieder der Aufstieg in die neu geschaffene „Kreisliga A Werra-Meißner“.

Aus dem Verein wurden auch Spieler in Auswahlmannschaften berufen: Das erste Mal aus der Seniorenabteilung Werner Bischoff, Karl Götz und Siegfried Braun am 27.8.1966 in die Kreisauswahlmannschaft, aus der Jugendabteilung war es am 10.12.1972 Heinz Schanze zu einem Sichtungspiel auf Bezirksebene, dem später noch Manfred Schanze und Michael Siebert folgten. Die Berufungen aus dem Jugendbereich fanden seitdem mit großer Regelmäßigkeit statt. Der Höhepunkt war 1974/75. In dem Jahr spielten in der Bezirksauswahl der Jugend Michael Siebert 2mal und Jens Nickel 3mal; in den Kreisauswahlmannschaften spielten Michael Siebert 7mal, Manfred Schanze 8mal, Uwe Nickel 7mal, Helmut Reinhardt 6mal, Wolfgang Gomoluch 4mal, Dirk Garbitz 2mal, Hilmar Lehne 2mal, Jens Nickel 1mal und Ronald Salzmann 1mal. Und diesen Namen folgten in den späteren Jahren noch weitere nach.

Für die Rundenspiele muß der Verein auch Schiedsrichter stellen. Von den Sportkameraden, die sich dafür ausbilden ließen, sollen einige besonders erwähnt werden: Emil Ludolph hat es bis 1967 zu 100 Einsätzen gebracht und Gerhard  Jakob bis 1977 zu 200 Spielleitungen. Bis vor ein paar Jahren waren noch aktiv im  Einsatz Helmut Jakob, Ralf Biehl und Eberhard Rabini, wobei die beiden letzteren auch in höheren Klassen eingesetzt wurden und alle haben weit über 100 Spiele geleitet. Z.Zt. kann der Verein nur 2 Schiedsrichter melden: Ralf Biehl und als Jungschiedsrichter Jan-Siemon Liese.

Wichtig für eine funktionierende Mannschaft ist der Trainer. In den ersten Jahren hat jeweils ein älterer erfahrener Spieler diese Aufgabe übernommen. Dies änderte sich erst 1977 als Eberhard Rabini als Lizenzinhaber das Training übernahm. Ihm folgten ab Oktober 1980 bis November 1981 Dieter Mell und ab Juli 1982 Wolfgang Gomoluch als Spielertrainer bis Juni 1985. Nach einem kurzen Gastspiel von Dieter Mell vom März bis Mai 1986 stieg Karl-Ludwig Opper als neuer Trainer ein. Die Interimsperioden wurden immer wieder von Eberhard Rabini ausgefüllt. Karl-Ludwig Opper erwarb am 16.12.1988 die Trainer-B-Lizenz und trainierte die Mannschaften bis Juni 1993. Im Folgejahr wurde die 1.Mannschaft von Giuseppe Ferro zur Kreismeisterschaft geführt. Der ausbleibende Erfolg in der Bezirksliga ließ ihn jedoch im Oktober 1994 resignieren, so daß bis zum Dezember 1994 Karl-Ludwig Opper einspringen musste. Ab Februar 1995 jedoch nur bis Dezember 1995 war Uwe Dippel als Spielertrainer für die sportlichen Belange und das Training verantwortlich, so daß Karl-Ludwig Opper bis zum Serienende wieder einspringen mußte. Danach versuchte es nochmals Giuseppe Ferro, der aber nach einer Saison in 1997 von Ralf Biehl abgelöst wurde. Nach 2 Jahren übergab er das Traineramt an den Spielertrainer Michael Guntow, der sich ab 2001 nur noch auf das Spielen konzentrieren wollte, so daß ab dem Spieljahr 2001/2002 das Trainerduo Karl-Ludwig Opper / Stefan Weißbrich für das Training im Seniorenbereich verantwortlich zeichnet.

Die folgende Übersicht zeigt die Ergebnisse und Erfolge der Fußballmannschaften seit 1955 in statistischer Auflistung. Gewertet sind nur Spiele der Spvgg.Hopfelde-Hollstein und solche, die unter der Führung des Vereins innerhalb der SG und JSG durchgeführt wurden. (Stichtag 30. 06. 2004)  

1. Mannschaft:

Spiele gewonnen unentschieden verloren gesamt Tore
  942 327 832 2101 5170 : 4545

Spielklasse:                    C-Klasse 5 Jahre, B-Klasse/A-Liga 38 Jahre, neue B-Liga 2 Jahre,

                                     A-Klasse 2 Jahre, Bez.-Liga 1 Jahr, neue A-Liga 1 Jahr

Erfolge:                         Kreis- oder Gruppenmeister 6mal, Turniersieger 14mal

2. Mannschaft:

Spiele gewonnen unentschieden verloren gesamt Tore
  520 158 455 1109 2999 : 2953

Spielklasse:                   C-Klasse 15 Jahre, untere Mannschaften 13 Jahre,

                                    Reserve-Runde 1 Jahr, D-Liga 4 Jahre, B-Liga 11 Jahre,

                                    neue C-Liga 3 Jahre

Erfolge:                        Kreis-oder Gruppenmeister 5mal, Turniersieger 4mal

AH-Mannschaft:  

Spiele gewonnen unentschieden verloren gesamt Tore
  207 89 171 467 935 : 888

Erfolge:                        Turniersieger 9mal

A-Jugendmannschaft:  

Spiele gewonnen unentschieden verloren gesamt Tore
  122 51 161 334 719 : 919

Spielklasse:                   Bezirksleistungsklasse 2 Jahre, Kreisklasse 12 Jahre

Erfolge:                        Kreismeister 1mal, Turniersieger 1mal

B-Jugendmannschaft:  

Spiele gewonnen unentschieden verloren gesamt Tore
  145 41 106 292 684 : 661

Spielklasse:                   Bezirksleistungsklasse 1 Jahr, Kreisklasse 10 Jahre

Erfolge:                        Kreismeister 3mal, Pokalsieger 5mal

 

C-Jugendmannschaft:  

Spiele gewonnen unentschieden verloren gesamt Tore
  285 101 194 580 1350 : 909

Spielklasse:                   Kreisklasse 12 Jahre

Erfolge:                        Kreismeister 5mal, Pokalsieger 3mal, Turniersieger 4mal

 

D-Jugendmannschaft:  

Spiele gewonnen unentschieden verloren gesamt Tore
  211 63 113 387 886 : 398

Spielklasse:                   Kreisklasse 9 Jahre

Erfolge:                        Kreismeister 4mal, Pokalsieger 7mal, Turniersieger 1mal

 

E/F-Jugendmannschaften:  

Spiele gewonnen unentschieden verloren gesamt Tore
  117 42 116 275 470 : 589

Spielklasse:                   Kreisklasse 10 Jahre

Erfolge:Kreismeister     2mal, Pokalsieger 1mal, Turniersieger 1mal

 

Zusammengerechnet ergibt dies eine Gesamtbilanz aller Mannschaften bis zum 30.06.2004 von 5.569 Spielen, von denen 2.549 gewonnen wurden, 872 endeten unentschieden und 2.148 Spiele wurden verloren. Das Gesamttorverhältnis lautet 13.227 : 11.884. In diesen Spielen wurden insgesamt 428 Spieler eingesetzt.

 

Die im abgelaufenen Berichtszeitraum angesammelten Trophäen und Urkunden füllen mehrere Schränke und lassen sich kaum zählen. Ein Blick in die Vitrienen und auf die Flurwände im Vereinsheim wird dies bestätigen. In der Rückschau auf 50 Jahre Fußball ergibt sich trotz eines Auf-und-Ab eine recht positive Bilanz und sie zeugt von einer erfolgreichen Vereinsarbeit.

 

4.  Frauen und Kinder

Da gab es bereits innerhalb unseres Vereins die jungen Frauen und Freundinnen der Fußballspieler und der anderen Aktiven, aber Mitglied im Verein wollten sie nicht werden. Das änderte sich erst nach dem 10jährigen Vereinsjubiläum in 1965. Es bildete sich hier in Hopfelde eine Frauen-Turngemeinschaft, die allerdings nicht fest organisiert war. Da dieser Zustand nicht überlebensfähig war, traten diese Frauen an den Vereinsvorstand heran mit einem Antrag auf Aufnahme in den Verein. Am 29.3.1968 wurde dieser Antrag in einer erweiterten Vorstandssitzung behandelt. Die Niederschrift dazu lautet folgendermaßen:

„Es lag ein Antrag der Frauen-Turngemeinschaft von Hopfelde vor, der Spielgemeinschaft Hopfelde-Hollstein angeschlossen zu werden. Die Turnriege besteht aus ca. 25 Mitgliedern und wird vertreten durch Käthe Salzmann, Erika Wollenhaupt und der Kassiererin Gretel Götz. Dem Antrag wurde einstimmig entsprochen und eine Frauenturnabteilung gegründet. Die Frauen werden als aktive Mitglieder geführt mit einem Beitragssatz von 1,50 DM und einer Eintrittsgebühr von 1,- DM. Eine Übungsleiterin (Frau Röder, Hess.-Lichtenau) wurde verpflichtet für eine Entschädigung von 6,- DM pro Übungsabend. Die Übungsabende finden dienstags im Saal des Vereinsgasthauses Schröder, Hopfelde, statt. Die Abteilung wird beim Landessportbund Hessen e.V. angemeldet.“

Aus den damals 25 Gründungsmitgliedern sind bis zum 01.01.2005 98 Mitglieder geworden, die die Altersstufen von 4 bis über 60 Jahren umfassen. Für die Jüngsten wird seit Herbst 1990 Kinderturnen angeboten und mit 15 bis 20 Kindern auch mit Interesse angenommen. Inzwischen ist der Verein in der Lage, die Turnabteilung mit geeigneten Geräten auszurüsten; so wurden in den letzten Jahren Matten, Trampolins, Reifen, Bälle, ein Turnbock, ein Sprungbrett, Stepp-Bretter und weitere Kleingeräte beschafft; und mit der Mehrzweckhalle stehen auch die besten Bedingungen zur Verfügung. Aber das war nicht immer so. Der erste Übungsraum war der Saal in Vaupels Gastwirtschaft. Dort war es im Winter meistens kalt und anstelle eines Schwingbodens waren da nur harte Dielen. Für Matten gab es kein Geld, also wurde für ein paar Mark ausrangierter Teppichboden beschafft. Dies ging jedoch nur bis 1972; da schloß Vaupels Gastwirtschaft den Saal und für die Übungsstunden stand nur der alte Schulraum zur Verfügung. Dort war es schon sehr eng, und wenn 20 Teilnehmer sich so richtig bewegen wollten, mußten sich einige von ihnen an die Wand stellen und warten. Ab 1973 zeigte sich jedoch ein Silberstreif am Horizont: Die Planung zum Bau der Mehrzweckhalle in Hopfelde wurde aufgenommen. Und es war nicht bei der Planung geblieben; auch mit Eigenleistung des Vereins wurde der Bau nach der Eingemeindung nach Hess.Lichtenau fertig gestellt und nach der Einweihung am 18.Nov. 1975 standen auch für die Damenturngruppe die geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung. Geräte, eine schöne Halle und nur guter Wille lassen eine Turn- oder Gymnastikgruppe nicht auf Dauer bestehen. Hinzu muss jemand kommen, der die Begeisterung der Frauen wach hält und ein ansprechendes Übungsprogramm bietet. Die Turnabteilung hat da von  Anfang  an  einen Glücksgriff getan, als sie Frau Anneliese Röder gewinnen konnte. Sie drillte die Frauen exakt 11 Jahre lang bis Ende März 1979 in ca. 300 Übungseinheiten. Auf die Übungsleiterin folgte als Übungsleiter der Sportkamerad Eberhard Rabini. Er hatte sich als Trainer der Fußball-E-Jugend schon erste Sporen verdient. Mit seinen Beziehungen zur Orthopädischen Klinik Lichtenau konnte er ein weiteres Angebot in den Übungsbetrieb einbringen: Die Hallenbadbenutzung in der Klinik, so daß einmal im Monat Schwimmen auf das Übungsprogramm gesetzt werden  konnte. Im ersten Jahr erhielt Rabini als Übungsleiter Unterstützung von Frau Musick, die sich aber recht bald wieder zurückzog. Wie gut Eberhard Rabini seine Sache machte, ist aus der Teilnehmerzahl seiner Übungsstunden zu ersehen: Sie betrug im 1. Jahr im Durchschnitt 35 Teilnehmerinnen. Erwähnt werden muss hier auch Ralf Biehl, der immer wieder als Vertreter von Anneliese Röder einsprang und auch 1976/77 die erste Kindergruppe betreute. Den Reigen der Übungsleiter setzte Doris Most fort, die im Herbst 1988 Eberhard Rabini nach 9 Jahren ablöste. Sie brachte wieder neuen Schwung in die Truppe, die sich durch zahlreiche Neuzugänge stark verjüngt hatte. Frau Most leitete die Übungsabende bis 1997 und ist heute noch aktiv dabei. Auf ihr Engagement geht auch die Einrichtung der Kinderabteilung in 1990 zurück; und nicht nur das, sogar ein Angebot für Mutter und Kind, d.h. für die Kleinsten, war im Programm, sowie ein Angebot für eine „Rückenschule“ in 1995. Nach Frau Most  übernahm Iris Michel-Kniffka die Übungsleitung, die von Clarissa Hoffmann im November 1998 abgelöst wurde. Ihr folgte ab März 2000 Carolin Gedeck. Auf ihre Initiative hin erhielt der Verein auf Antrag in 2001 bis Ende 2002 vom Deutschen Turnerbund das Prädikat „Pluspunkt Gesundheit.DTB“; dafür wurde die „Präventive Rückenschule“ im Verein angeboten. Nach einer halbjährigen Übungsleitung von Ulrike Höhre in 2001 übernahm im Dezember Carola Mösta die Leitung, die sie zur Zeit noch wahrnimmt. Das Programm der Frauenturnabteilung besteht natürlich in erster Linie aus  gymnastischen Übungen. Daneben jedoch wurden auch Auftritte einstudiert als Tänze oder Gruppenvorführungen. Und dann sind die gesellschaftlichen Vorhaben nicht zu vergessen: die alljährliche Adventsfeier, die Wandertage, die Radtouren, die winterliche Spellstobbe, die Bustouren z.B. in  die Lüneburger Heide, nach Fredesloh, nach Sachsenhausen, nach Rüdesheim, nach Heidelberg, in die Rhön, zum Eschendorfer Lumm, in die Tenne nach Ottbergen, in den Harz, nach Weimar zum Zwiebelmarkt, in das Staatstheater nach Kassel, mit dem Schiff nach Hann.Münden, mit dem Floß nach Morschen oder auch nur ins „Heuhotel“ am Hanstein, um nur einige aufzuzählen; aber immer ohne die Männer. Diese Turnabteilung ist nicht angetreten, um Meisterschaften und Spitzenleistungen zu erarbeiten. Sie bietet den Frauen und Kindern in unserem Verein ein Betätigungsfeld für die Erfahrung, das Sport und Spaß im Verein am schönsten ist. So wurden Gruppenauftritte wahrgenommen z.B. beim Heimatfest in Hess.Lichtenau, bei allen Jubiläumsveranstaltungen des Vereins und auch der Abteilung, so 1970 (15 Jahre Verein), 1975 (Einweihung der MZH), 1978 (10 Jahre Turnabteilung), 1980 (25 Jahre Verein), 1985 (30 Jahre Verein), 1988 (20  Jahre Turnabteilung), 1993 (25 Jahre Frauenturnen), 1995 (40 Jahre Verein) sowie bei zahlreichen Weihnachts-, Alten- und Faschingsveranstaltungen.

 

Und daneben sind die Frauen immer wieder gefordert, durch freiwilligen aktiven Einsatz bei all den vielfältigen Vorhaben des Vereins sich zu engagieren. Besonders ist hier zu erwähnen, die Ausrichtung der vielen Kindernachmittage. Mit diesem Angebot kann man schon die Kinder für den Verein begeistern. Und daß diese bei der Sache sind, haben die guten Ergebnisse bei der Teilnahme an zwei Kinderturnfesten in Bürstadt und Witzenhausen gezeigt: Am 15./16.6.91 war eine Gruppe von 12 Kindern und den dazugehörigen Betreuern in Südhessen und am 6.9.91  in Witzenhausen. Dort belegten unter 100 Teilnehmern insgesamt im gemischten Vierkampf (2 turnerische und 2 leichtathletische Übungen) bei den Mädchen sowohl im Jahrgang 82/83 als auch im Jahrgang 80/81 Hopfelder Kinder jeweils die ersten 3 Plätze und im leichtathletischen Dreikampf der Jungen stellten Hopfelder für die Altersstufe unter 6 Jahren den 1. Sieger und im Jahrgang 82/83 den 2.Sieger. Beim Meißner-Bergturnfest am 18.7.93 erreichte die Mannschaft der  Mädchen im Pokalwettkampf den 3. Platz und bei den Jungen wurde im Dreikampf wieder der 1. Sieger  gestellt. Diese Erfolge setzen sich auch fort bei den Meißner-Turnfesten 2001, 2002 und 2003 sowie den Stadtmeisterschaften in Hess.Lichtenau 2003 und 2004. 1.,2. und 3. Plätze waren dabei die Regel. Und die Völkerball-Turniere in der Umgebung wurden in diesen Jahren alle gewonnen.  Dabei sind insbesondere folgende Namen zu nennen: Corina Klöppner, Julia und Nina Hasenmeier, Claudia Blum, Alexandra Bernhardt, Marina Ernst, Jens und Mike Reinhardt, Maureen Eberhardt, Marius Winter, Marvin und Hendrik Sauber, Philipp Röll, Aglaia und Frederic Fernandes-de-Franca, Julia Kersting, Lisa Schubert, Pascal Jansen, Julia Kühlborn, Peggy Becker und noch einige mehr. Seit 1997 hat der Kinder- und Jugendbereich eine eigene Übungsleiterin. Dies sind in chronologischer Reihenfolge Monika Becker, Beate Basler, Marion Claassen, Carina Bockelmann, Jessica Schmeisser und Carina Thumeyer.

Ein Verein oder eine Abteilung kann sich nicht entwickeln ohne die ehrenamtlichen Funktionäre, die das Ruder richtig führen. So gab es eine ganze Reihe von Frauen, die sich mit mehr oder weniger Erfolg dieser Aufgabe gestellt haben: Die Spartenleiterin der 1.Stunde war Käthe Salzmann; ihr folgte nach 4 Monaten Änne Pesch, die nach 7 Jahren von Hildegard Garbitz abgelöst wurde. Nach weiteren 4 Jahren übernahm Christine Biehl die Abteilungsführung, die sie nach ebenfalls 4 Jahren an Heidrun Reuß abgab. Nach 3 Jahren folgte für 1 Jahr Heidrun Sauber. Von 1988 bis 1995 war Hannelore Stückrath Abteilungsleiterin. Ihr folgte Karin Sauber, die 2001 von Jutta Winter abgelöst wurde. Ganz krisenfrei war das Bestehen der Abteilung nicht. Dies ist z.T. an dem raschen Wechsel der Spartenleiterinnen zu erkennen. Aber die Probleme wurden 1979, 1983 und auch 1988 überwunden und haben im Gegenteil die Überlebensfähigkeit der Turnabteilung gestärkt. Sie ist zur Zeit sehr stabil und aus dem Verein nicht mehr wegzudenken.

Im Juni 1993 hatte sich in der Kinderabteilung ein Kinderchor unter der Leitung von Petra Lange gebildet. Ca. 15 Kinder übten hier, um bei geselligen Veranstaltungen und Konzerten öffentlich auftreten zu können. Sie taten dies mit großem Erfolg und einem Liedgut, das vom Volkslied bis zum Musical reichte. Leider löste sich dieser Chor im Mai 1997 wieder auf, weil die Chorleiterin sich beruflich veränderte und kein Ersatz gefunden werden konnte.

Von den 25 Gründungsmitgliedern der Abteilung gehören am 01.01.2005 nur noch 3 dem Verein an. Die Verjüngung hat vor der Abteilung nicht Halt gemacht, so dass sich einige der über 60-jährigen Frauen zurückgezogen haben. Doch der Verein möchte die Frauenabteilung mit ihrer Kindergruppe nicht mehr missen. Dieser Gegenpol zur Fußballabteilung ist erforderlich, damit der Verein unterschiedliche Angebote an die Einwohner der hiesigen Gemeinden machen kann und keine fußballerische Monokultur aufkommen lässt.

5.  Die Projekte

Wenn ein Verein investieren muss, um seine satzungsgemäßen Aufgaben zeitgemäß wahrnehmen zu können, darf er sich nicht ausschließlich auf die Zuwendungen der öffentlichen Hände verlassen. Er ist immer wieder gefordert, durch Eigenleistung die Lücken zu schließen. Je kleiner ein Verein ist, desto niedriger ist die Finanzkraft und diese ist nur durch die Arbeitskraft der Mitglieder zu stärken. Neben den Erhaltungsarbeiten am Sportplatz und dem Vereinsvermögen sind folgende Projekte besonders zu erwähnen:

Im Spieljahr 1969/70 wurde der Arbeitswillen aller Vereinsmitglieder angesprochen. In freiwilligen Arbeitseinsätzen und mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde wurde der Sportplatz neu eingefriedet mit Betonpfählen und einem Geländer aus Eisenrohr. Diesem Arbeitseinsatz folgte 1972 der Aufbau einer Umkleidekabine aus Holzplatten am Sportplatz. 1976 konnte bereits dieses Holzhaus wieder verkauft werden, da inzwischen Umkleideräume in der Mehrzweckhalle zur Verfügung standen.

Der Bau dieser Halle begann 1974. Nicht zuletzt dank der erheblichen Eigenleistung des Vereins in Höhe von ca. 20.000 DM, eingebracht in freiwilligen Arbeitsstunden beim Innenausbau, und der besonderen Initiative des damaligen Bürgermeisters und späteren Ortsvorstehers Heinrich Brink wurde dieses Vorhaben erst in Gang gesetzt. Und zwar zur Freude und zum Nutzen der gesamten Gemeinde konnte am 18.11.1975 die Einweihung gefeiert werden.  

Damit bei guten Witterungsbedingungen auch abends bei Dunkelheit auf dem Platz trainiert und gespielt werden konnte, wurde in 1980 eine Flutlichtanlage an der Ostseite des Sportplatzes in Eigenleistung errichtet, wobei die Stadt Hessisch Lichtenau nur das Kabel stellte und die Betriebskosten übernahm. In 1988 wurde auf der gleichen Basis die Beleuchtung an der Westseite fertig gestellt.

Das bisher anspruchvollste Projekt war der Ausbau des Kellers der Mehrzweckhalle in Hopfelde zu einem Vereinsheim. Der erste Spatenstich erfolgte am 8.2.1992. In 4.600 Stunden Eigenleistung, bei der sich ca. 100 Vereinsmitglieder beteiligten, wurde nicht nur die Abwasser-und Heizungsanlage des Bauwerks saniert, sondern eine vorbildliche Einrichtung für den Verein und die örtliche Jugend geschaffen. Auf der Gesamtfläche von 280qm gibt es für die Sportler 2 Umkleidekabinen, 1 Duschraum, die notwendigen Sanitäranlagen, 1 Schiedsrichtsraum, 1 Geräteraum, 1 Lagerraum und das Schmuckstück: den Gemeinschaftsraum mit voll funktionsfähiger Küche mit Abstellkammer. Diese Gesamtanlage hat der Verein am 11.11.94 in einer Feierstunde offiziell eingeweiht.

Die Bemühungen des Vereins unter seinem 1.Vorsitzenden Lutz Kalz, den im Rohbau liegenden Kellerbereich einer sinnvollen Nutzung für den Verein zuzuführen, reichten 5 Jahre zurück. Nachdem der erste Antrag an die Stadt Hess.Lichtenau auf Ausbau des Kellers vom Magistrat abgelehnt worden war, wurde unter massiver Intervention des Ortsbeirats mit Ortsvorsteher Horst Eberhardt an der Spitze und des SPD-Ortsvereins unter seinem Vorsitzenden Helmut Ernst eine Revision dieses Beschlusses erreicht. Nachdem die Stadt die Nutzung des Kellers dem Verein für 25 Jahre vertraglich zugesichert hatte, wurden die finanziellen Zuschüsse vom Kreis, der Stadt und dem Hessischen Fußballverband abgesichert, der Bauantrag vom Bauingenieur Gerhard Schweinsberg -auch einem Vereinsmitglied- eingereicht und der Gesamtfinanzierungsplan erstellt. Zusätzlich zum veranschlagten Bauvolumen von 135.000 DM übernahm der Verein auch die erforderlichen Sanierungsarbeiten für das Kellergeschoß und die Heizanlage, für die die Stadt 50.000 DM im Haushaltsplan eingesetzt hatte. Mit der überdurchschnittlichen Eigenleistung wurde erreicht, daß der Verein nur 10.000 DM Eigenmittel einsetzen mußte und das Bauvorhaben nach Abschluss schuldenfrei für den Verein zur Verfügung stand. Da unter den Mitgliedern des Vereins alle Berufsgruppen vertreten sind, konnten auch alle Arbeiten unter fachmännischer Anleitung ausgeführt werden. Der Motor, der die Eigenleistungen immer anschob, war Karl-Heinz Jilg, der allein über 1.000 Stunden beitrug.  

Bei der Einweihungsfeier, an die sich ein Schlachteessen anschloß, das auch in Eigenleistung vorbereitet worden war, gab der 2.Vorsitzende Hartmut Sauber an Hand von Projektionsfolien einen übersichtlichen Abriss über den Verlauf der Arbeiten. In Grußworten wiesen der 1.Kreisbeigeordnete Theo Leyhe ebenso wie der 1.Stadtrat Helmut Garbitz darauf hin, dass hier mit wenig eingesetzten öffentlichen Geldern eine enorme Wertsteigerung der Mehrzweckhalle erzielt wurde. Sie bezeichneten diese Maßnahme als vorbildlich, wie man nicht immer nach Leistungen der öffentlichen Hand rufen sollte, sondern selbst diese Leistungen für die Allgemeinheit einbringen kann. Frau Pfarrerin Sabine Decker wünschte dieser Vereinseinrichtung eine gedeihliche Zukunft ebenso wie der Vertreter der örtlichen Feuerwehr Ralf Biehl und der Ortsvorsteher Horst Eberhardt. Der Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Hechmann würdigte das Engagement aller Vereinsmitglieder und überreichte einen Wappenteller der Stadt für einen Ehrenplatz in diesem Vereinsheim. Alle Gratulanten überreichten nützliche Geschenke für die Einrichtung. Zum Schluß dankte der 1.Vorsitzende nochmals allen, die mit ihren Möglichkeiten zur Durchführung dieser Baumaßnahme beigetragen haben, wobei er besonders erwähnte die Firma Möbel-Koch, die die Kücheneinrichtung beisteuerte, und die Fa. Teichmann mit ihrem Vertreter Heinrich Sonnabend, die immer wieder Baumaschinen und Geräte kostenlos zur Verfügung stellte.  

Da der Eingangsbereich zu dem Vereinsheim dem Wetter ungeschützt ausgesetzt war, entschloss sich der Verein 1995 dazu, ein Vordach anzubringen. Die Zimmerarbeiten wurden in Auftrag gegeben, die Fläche mit Verbundpflaster befestigt und in Eigenleistung die Konstruktion aufgestellt. Sie deckt nicht nur den Eingang ab, sondern noch zusätzlich einen Vorplatz, der als Verkaufsstand und Grillplatz genutzt werden kann. Die Größe dieses Vordachs rief allerdings im Jahr 2001 die Baubehörde des Kreises auf den Plan, so dass der Verein neben einer geringen Ordnungswidrigkeitsgebühr auch den erforderlichen Bauantrag nachreichen musste.

Nach 20 Jahren waren die Flutlichtlampen an der Ostseite des Sportplatzes teilweise so defekt, dass eine Erneuerung notwendig wurde. Vier neue Flächenstrahler wurden beschafft und ersetzen seitdem die neun vorherigen Lampen.  

Die nächste Großinvestition wurde 2002 mit einer Grundrenovierung der Spielfläche des Sportplatzes getätigt. Die Firma Steuber aus Kassel erhielt dafür den Auftrag. 60 t Rasentragschicht zum Ausgleich von Unebenheiten und 105 t Sand wurden mit Spezialgeräten in die Oberfläche eingearbeitet, danach 125 kg Rasensaatgut und 250 kg Spezialdünger aufgebracht. Zur Finanzierung der ca. 11.000 € wurden Eigenmittel des Vereins, 10%-ige Zuschüsse der Stadt und des Kreises und ein 25%-Zuschuß des Landessportbundes eingesetzt.

Zur Werterhaltung im Vereinsheim sind immer wieder kleinere Reparaturen und Investitionen erforderlich. So mußten Vereinsmitglieder aktiv werden, um im Flur Wandfliesen anzubringen, Malerarbeiten durchzuführen, den Fußboden auszubessern und eine neue Lüftung einzubauen. In 2004 wurde zudem die Thekenkühlung komplett erneuert. Projektarbeiten werden auch weiterhin notwendig sein, um die materiellen Voraussetzungen zu schaffen, die der Verein braucht, um seinem gesellschaftlichen und satzungsgemäßen Auftrag nachkommen zu können.

6.  Vereinszeitung und Werbung

Sobald ein Verein eine gewisse Größenordnung erreicht hat, können Informationen über das Vereinsgeschehen nicht mehr durch das „Weitersagen“ übermittelt werden. Neben den beschränkten Möglichkeiten, die die Tageszeitung und das städtische Mitteilungsblatt bieten, ist hierfür eine Vereinszeitung das beste Medium. So hat sich im Oktober 1983 der damalige 2.Vorsitzende Volker Ullrich dieser Aufgabe angenommen. Der Verein schaffte einen gebrauchten Kopierer an und Erich Schröder, der damalige Vereinskassierer, druckte an seiner Arbeitsstelle die Umschläge für die Zeitung. Sie nannte sich „Ho/Ho-Aktuell“, Untertitel „Immer am Ball“, und war auf eine monatliche Erscheinungsweise ausgerichtet. Auf 8 bis 16 DIN-A5-Seiten wurde über anstehende und durchgeführte Fußballspiele genauso berichtet wie über geplante und stattgefundene Veranstaltungen. Der interssierte Leser konnte sich über den aktuellen Tabellenstand der Mannschaften informieren und hatte immer die neueste Terminübersicht zur Hand. Eine Rätsel- und Schmunzelseite rundeten das Heftchen ab. Da die redaktionelle Arbeit dieser ersten Vereinszeitung nur an einer Person festgemacht war, wurde die zeitliche Belastung für Volker Ullrich im Laufe der Zeit zu groß, so daß die Zeitung nach 17 Ausgaben im Dezember 1984 ihr Erscheinen wieder einstellte. Die Idee jedoch ist weiterhin wachgeblieben, und so haben nach 10 Jahren, zu Beginn des Jahres 1994, die Vereinsmitglieder Helmut Ernst, Klaus Hasenmaier, Lutz Kalz, Karl-Ludwig Opper, Petra Stückrath und Gerhard Sauber die Mühen für die Herausgabe einer neuen Vereinszeitung auf sich genommen. Diese Zeitung erschien vierteljährlich und wurde in der Lichtenauer Druckerei Lichtblick im DIN-A4-Format hergestellt. Sie umfaßte einschließlich der Umschläge 20 Seiten und hat den alten Titel „Ho/Ho-Aktuell“ beibehalten. Neben aktuellen Berichten und Vorschauen auf sportliche und gesellschaftliche Ereignisse wurden auch regelmäßig verdiente Sportler und Vereinsmitarbeiter vorgestellt. Da eine Vereinszeitung auch Kosten verursacht, war der Verein bemüht, diese durch Werbeanzeigen zu decken. So waren Inserate der Banken und umliegenden Geschäfte zu finden, die sich dem Verein besonders verbunden fühlen. Doch auch dieser zweite Versuch fand nach 12 Ausgaben Anfang 1997 sein Ende, weil die jeweiligen Vorbereitungsarbeiten vom Redaktionsteam in ihrer Freizeit nicht mehr bewältigt werden konnten.  

Werbung oder auch „Sponsoring“ ist inzwischen auch in unserem Verein ein Finanzierungsfaktor geworden. Der erste Vertrag für Werbung auf der Spielkleidung wurde am 24.11.1976 mit der Firma „Meißner Gebirgstropfen“, Hess. Lichtenau, abgeschlossen, der jeweils bis 1984 verlängert wurde. Parallel dazu und auch später gab es Vereinbarungen für Werbung auf Trainingsanzügen von der Bauunternehmung Meub und Gockenbach, der Schlachterei Heerich, dem Sporthaus Görtz, dem Computer-Systemhaus ebsi, Eberhardt und Sinning, der Kunststoffverarbeitung Innofol, Fritz Widmann, und dem Technischen Service TSB, Günter Cisewski. Seit dem 27.8.1994 ist auch wieder eine Trikotwerbung, und zwar für die Tischlerei Heinrich Ackermann, Spangenberg, vertraglich in Kraft gesetzt worden, gefolgt von Ebsi, Hansa-Holz, Garbitz-Objektbau und verschiedenen Sportkleidungsausrüstern. Bestandteil der Werbeverträge ist immer die vollständige bzw. teilweise Übernahme der Anschaffungskosten für die entsprechende Sportkleidung. Auch die Möglichkeit der Bandenwerbung nutzt der Verein. So haben die Brauereien Hütt und Martini sowie die Dachdeckerei Dammer, der Reifenhandel Weiss und die Taxizentrale Range je eine Werbung plaziert. Offiziell treten als Sponsoren der Getränkehandel Ludwig, das Systemhaus Ebsi, die Dachdeckerei Dammer und die Haustechnik Vogl auf.

Um steuerliche Vorteile gegenüber dem Finanzamt  zu nutzen, wurde am 10.11.1997 der „Förderverein der Spielvereinigung Hopfelde-Hollstein“ gegründet. Die Aufgabe dieses Vereins, dessen erster Vorstand von Frank Garbitz, Udo Eberhardt, Dirk Garbitz und Helmut Reinhardt gebildet wurde, ist es, Sponsoren für den Sportverein zu gewinnen, Spenden zu sammeln und bei Veranstaltungen Einkünfte zu erzielen, die die Arbeit des Sportvereins finanziell unterstützen. Gemeinsam mit diesem Förderverein werden in regelmäßigen Abständen Sponsorentreffen im Vereinsheim organisiert. Bei einem solchen im Januar 2003 waren auch Verantwortliche aus der Kommunalpolitik (Bürgermeister, Landtagsabgeordneter), dem Sportkreis (Vorsitzende), dem Hessischen Fußballverband (Verbandspressewart) und dem Fußballkreis (Schiedsrichterobmann) anwesend, so dass bei einer Podiumsdiskussion über die Probleme kleiner Vereine und über das Sportangebot im Verein auf dem Lande kompetent diskutiert werden konnte.

7.  Die Veranstaltungen

Damit der Verein attraktiv für seine Mitglieder bleibt, muß er neben den sportlichen Aufgaben auch im gesellschaftlichen Bereich aktiv sein. So hat er eine Reihe von Regelveranstaltungen, die er im Laufe eines Jahres durchführt:

Im Sommer veranstaltet der Verein einen Familienwandertag und die AH-Sparte eine Sommerwanderung, im September wurde bis in das Jahr 1995 die Hopfelder Kirmes vom Verein ausgerichtet, die immer eine Discoveranstaltung und am Sonntag einen besonderen Wettbewerb, wie Tauziehen oder Spiele ohne Grenzen, beinhaltete. Im November und Dezember folgen die Jahresabschlußveranstaltungen der AH-Sparte und der aktiven Fußballspieler, sowie die Vorweihnachtsfeiern der Damenabteilung und des Vereins. Letztere Veranstaltung wurde seit 1992 sechs mal in Form eines Weihnachtsmarktes durchgeführt. Dabei wurde die Mehrzweckhalle in einen Märchenwald verwandelt und an sieben Verkaufsbuden ging es echt weihnachtlich zu. Ein Gottesdienst mit Chormusik am Sonntag gehörte ebenfalls dazu wie ein Unterhaltungsprogramm am Samstagabend (Jörg Kistner, Leierkastenmann, Theateraufführung). Zwischen den Jahren gibt es die regelmäßige Winterwanderung, eine reine Männerveranstaltung mit ausgiebigem Kneipenaufenthalt. Seit 1994 wird vom Verein das Hopfelder Neujahrskonzert organisiert, eine Veranstaltung mit dem Blasorchester „Ulfener Jungs“, und fünf Jahre lang unter Mitwirkung der Singgemeinschaft Hollstein-Hausen und des Kinderchors des Vereins. Bisher ein Ereignis mit sensationellem Erfolg, das nach 12 Jahren, auch nach dem Ausscheiden der Chöre, immer mehr an Akzeptanz in den Gemeinden und der Umgebung gewonnen hat, wie die nahezu ausverkauften Konzerte beweisen. Die Damenabteilung wandert dann im Januar, ehe im Februar zum jährlichen Faschingstanz eingeladen wird. Danach folgt im April die Frühjahrs-Disco und im Juni die Serienabschlußfahrt der Aktiven.  

 

Neben den Regelveranstaltungen müssen auch die besonderen Ereignisse erwähnt werden. Als erstes sind die über 10 Jahre hindurch gefahrenen Jux-Ralleys zu nennen. Die erste wurde am Pfingstsamstag, den 21.5.1983, auf die Reise geschickt und die 10. Jubiläums-Ralley am 9.5.1992. Verantwortlich zeichneten immer Gerhard Sauber, Dieter  Neumann und Karl-Ludwig Opper. Als 1989 die Grenzöffnung zur DDR erfolgte, ergab sich durch den zu uns gewechselten Spieler Frank Hellfritzsch sehr schnell eine Verbindung zu dem sächsischem Verein  TSV Medizin Wechselburg. Über einige Jahre hinweg fanden regelmäßig im Abstand von 2 Jahren Gegenbesuche mit Freundschaftsspielen statt, so dass sich eine echte Freundschaft zwischen den Vereinen entwickelt hatte.

Der 23. August 1960 war ein markanter Punkt in der Vereinsgeschichte. Es wurde das 5-jährige Bestehen gefeiert und die dem Verein noch angehörenden 22 Gründer mit einer Vereinsnadel ausgezeichnet.

Am 30.,31.7. und 1.8.1965 beging der Verein sein 10-jähriges Bestehen mit Festkommers, Fußballfreundschaftsspielen und Tanz im Festzelt. Neben Herrn Roemisch, als Vertreter des Kreises Witzenhausen, konnten wir die Herren Eduard Heitmann und Heinrich Sippel als Vertreter des Hessischen Fußballverbandes und die Herren Bürgermeister der Gemeinden Hopfelde und Hollstein, Heinrich Brink und Georg Kistner begrüßen. Dieses Jubiläum diente auch als Anlass für Ehrungen von verdienten, aktiven Fußballern.

Am 14.,15. und 16.8. 1970 feierte der Verein sein 15-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wurde am Freitagabend mit einem Kommers im Festzelt eröffnet. Neben Ansprachen des 1. Vorsitzenden, der Herren Bürgermeister von Hopfelde und Hollstein und der Vertreter des Landkreises und des Hess. Fußballverbandes wurde die Chronik des Vereins den Gästen vorgetragen. Die Damenabteilung steuerte ebenso wie der gemischte Chor aus Hollstein Einlagen zu dem Programm bei. Geehrt wurden für besondere Verdienste vom Verein die Aktiven Heinz Stieling, Erich Schröder und Georg Koch. Am Samstagnachmittag veranstaltete der Jugendleiter mit der tatkräftigen Unterstützung der Damenabteilung einen Kinderrasen für die Kleinsten. Die B-Jugend spielte gegen die Jugend aus Hess.-Lichtenau und die Alten Herren gegen Wichmannshausen. Abends wurde im Festzelt von einer 9-Mann-Kapelle zum Tanz aufgespielt. Am Sonntagvormittag fand das Spiel der 2. Mannschaft gegen Oberrieden statt. Am Nachmittag wurde in einem Turnier, um einen Pokal gekämpft. Die Hauptattraktion bildete das Spiel der 1.Mannschaft gegen die Junioren von Eintracht Braunschweig, in dieser Mannschaft wirkte auch der Lizenzspieler Wolfgang Grzyb mit, ein ehemaliger Jugendspieler unseres Vereins. Dieses Spiel ging knapp mit 1:2 Toren verloren. Mit dem Tanz am Abend klang die Veranstaltung aus.

Am 18.11.1975 wurde die Mehrzweckhalle eingeweiht. Neben dem offiziellen Programm waren es unsere Damen, die mit einigen Tanzeinlagen es soweit brachten, daß einige Offizielle Geldspenden springen ließen, um nochmals als Zugabe  „die Puppen tanzen zu lassen“. Für den Verein war die Veranstaltung ebenfalls ein Erfolg, da für ihn ebenfalls Geld- und Sachspenden abfielen.

Das 25-jährige Vereinsjubiläum wurde in einer Sportwoche vom 9.8. bis 16.8.1980 begangen. Neben dem A-Jugend- und dem Senioren-Turnier spielten die B-, D- und E-Jugendmannschaften in Freundschaftsspielen. Eine besonders gut gelungene Maßnahme war die Einladung an alle ehemaligen Aktiven des Vereins. Sie bildeten eine Mannschaft, die gegen die damalige AH-Mannschaft spielte. Das Ergebnis war ein 5:2 Sieg der AH-Mannschaft. Als Schirmherr hielt Landrat Eitel O.Höhne die Festrede beim Kommers am 15.8.1980. Musikalisch wurde dieser Kommers vom Mandolinenclub Wickenrode umrahmt und der Gesangverein „Eintracht“ Hollstein sowie die Bänkelsänger des CCF lockerten die Veranstaltung mit Liedvorträgen auf. Die Chronik, von Georg Koch zusammengestellt, gehörte ebenfalls dazu wie die Tanzeinlagen der Damenabteilung. Am Samstag ging dann das Jubiläum in die Kirmes über, wobei jedoch noch der Festzug am Sonntag, den 17.8.1980, mit seinen 20 Zugnummern besonders erwähnt werden muss.

Der 30. Geburtstag des Vereins wurde in den vorweihnachtlichen Kameradschaftsabend am 14.12.1985 integriert. Der Festrede des 1.Vorsitzenden Lutz Kalz folgten Vorführungen der Kindergruppe und ein selbstverfasstes Gedicht von Edwin Weyrowski. Die Damenabteilung begeisterte die Anwesenden mit ihren Auftritten zu den Liedern „Im Dörfchen Hopfelde“ (verfasst von Christine Biehl) und „Rolle, rolle, rolle weg - unseren Wirtschaftswunderspeck“.

In der Woche vom 29. 7. bis 6. 8. 1995  wurde das 40-jährige Jubiläum des Vereins in gebührender Weise gefeiert. Das Programm begann mit Bambini- und E-Jugendspielen, einem bunten Rasen mit Kaffee und Kuchenbuffet mit Vorführungen der Damen- und Kinderabteilung und einem Fußballspiel der Alt-Herren gegen ehemalige Spieler des Vereins. Am Sonntag spielte nach der Jugend die 1.Mannschaft gegen die Fußballprominenz „Intermezzo Baunatal“. Die Abende klangen jeweils mit einer Grillparty aus. Der Donnerstagabend wurde durch den Festkommers bestimmt. Der Kinderchor des Vereins, das Akkordeon-Orchester aus Witzenhausen und der Gesangverein aus Hollstein umrahmten die Veranstaltung. Schirmherr war der Bürgermeister Winter aus Hessisch Lichtenau. Sportlich waren die Damenabteilung und die Kindergruppe mit einigen Einlagen aktiv. Neben zahlreichen Ehrungen des Landessportbundes, des Hessischen Fußballverbandes und des Vereins an verdienstvolle Mitarbeiter im Verein sowie Urkunden und Pokale für geleistete Spiele hatten die geladenen Offiziellen und Vereinsvertreter Gelegenheit zu ihren Grußworten. Eine Betrachtung über die Chronik des Vereins von Georg Koch stellte die Verbindung zwischen dem Festkommers und seinen Anlaß her. Mit der Disco am Freitag, dem Kirmestanz mit einer Prager Kapelle am Samstag, dem Festgottesdienst, dem Frühschoppen, dem Festumzug und dem Tanzabend am Sonntag klang die Jubiläumswoche mit der Kirmes aus.

Neben den Jubiläen waren es auch die Meisterschaftsfeiern, die immer wieder für Höhepunkte im Vereinsleben sorgten. Um einen Eindruck zu vermitteln, wie der Verein diese zu feiern versteht, soll stellvertretend für alle Veranstaltungen eine Kurzbeschreibung der Meisterschaftsfeier folgen, wie sie im Jahresbericht 1977 zu lesen war:

„Aber die nächste Steigerung stand uns schon ins Haus. Inzwischen waren wir Kreismeister und so luden wir zum 11.6.1977 zur Meisterschaftsfeier ein. Wieder lag ein Zentner Fleisch auf dem Grill und auch für Getränke war reichlich gesorgt. Diese Feier hatte aber auch offiziellen Charakter: vom Kreisfußballausschuß war der KFW Prauß mit Gattin, der KPW Sippel und von der Stadt unser Bürgermeister Ingo Geisler anwesend. Als Anerkennung für die Meisterschaft überreichte Prauß einen Zinnteller und versprach uns die Meisterschaftsurkunde, der Bürgermeister ließ uns einen Scheck da und als Zugabe spendete er noch 50 ltr. Bier. Auch die SPD-Ortsgruppe überreichte eine Spende durch ihren Vorsitzenden Uwe Dahlke, der gleich noch einen Mitgliedseinstand von 100 DM dazulegte. Alle Spieler, die in der abgelaufenen Saison in der 1.Mannschaft aktiv waren und ihr Trainer erhielten vom Vorstand je eine Keramikfliese auf Holzbrett mit einer Meisterschaftsgravur. Und zwischendurch spielte die Stereo-Disco-Anlage von Hans Salzmann, auch dabei als der Spielführer Hans Werner dem Spartenleiter Dieter Neumann den Bart abrasierte, den er gegen den Aufstieg zur A-Klasse verwettet hatte.“

Das erste Vereinslokal war die Gastwirtschaft Schröder in Hopfelde. Auf dem angeschlossenen Saal wurde so manche zünftige Vereinsfeier durchgeführt. In 1973 schloß das Lokal seine Pforten und zur gleichen Zeit eröffnete das Gasthaus Stieling. Damit wechselte auch das Vereinslokal und in diesen neuen Räumen bekamen auch die Trophäen der Vereinsmannschaften den gebührenden Platz, so daß sie von allen Lokalbesuchern bewundert werden konnten. Neben dem Vereinslokal steht dem Verein seit November 1994 auch das in Eigenleistung erstellte Vereinsheim im Keller der Mehrzweckhalle Hopfelde für Zusammenkünfte zur Verfügung, so dass der Verein auch ein eigenes zu Hause hat. Dies war umso wichtiger, weil das Lokal Stieling am 31.12. 1998 seine Tore schloß und auch die Trophäen in das Vereinsheim umgesiedelt werden mussten. Dafür hatte die Firma Garbitz-Ackermann einen großen Wandschrank auf eigene Kosten im Vereinsheim aufgestellt.

Zu drei Sponsorentreffen im Oktober 1999, im November 2001 und im Januar 2003 wurden vom Verein und dem Förderverein Gönner des Vereins und die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter im Verein zu einem gemütlichen Nachmittag in das Vereinsheim eingeladen, damit der Vorstand sich direkt bei all denen bedanken konnte, die sich auf besondere Weise für den Verein engagieren.

 8.  Ausblick und Schlußbemerkung

Es ist wichtig für unseren Verein, dass er im Bewusstsein seiner Mitglieder und der Bürger der Stadtteile Hopfelde und Hollstein lebendig ist. Daher muss er auch in Zukunft immer wieder sein sportliches und gesellschaftliches Angebot erweitern und es allen Altersstufen und dem jeweiligen Zeitgeist anpassen. Er darf nicht in einer Tradition verkümmern, die seine Entwicklung hemmt, sondern muss sich dem Fortschritt öffnen. Dies gilt für die satzungsgemäßen Aufgaben des Vereins ebenso wie für die innere Organisation und Verwaltung. Sportler stellen heute andere Ansprüche an die Honorierung ihrer Leistungen und der Computer ist für die Verwaltungsarbeit nicht mehr wegzudenken. Für den Verein muß gelten: Gehe mit der Zeit, aber baue auf ein solides Fundament. Ein solches ist aber nur gesichert, wenn der Verein auch die Jugend ansprechen kann. Man kann heute nicht mehr über deren Köpfe hinweg Entscheidungen in deren ureigenen Belangen treffen. Deshalb hat der Verein in 1997 mit einer Satzungsänderung die Jugendabteilung im Verein in die Eigenverantwortlichkeit entlassen. Wir möchten den Heranwachsenden damit schon so früh wie möglich unter Anleitung eine Plattform bieten, auf der sie Mitspracherechte, Entscheidungsfreudigkeit, Handlungsbereitschaft und Verantwortungsgefühl ausleben können als eine gute Schulung für ihr weiteres Leben.

Dieser Bericht erhebt keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit. Während der vergangenen 50 Jahre geschah so manches Ereignis, das dem Chronisten nicht zur Kenntnis gelangte oder das nicht notiert wurde, weil es damals nicht von historischer Bedeutung schien; wenn ein solches Ereignis jedoch in der Erinnerung der Beteiligten weiterlebt und sie in eine freudige Stimmung versetzt, ist das mehr wert als jede geschriebene Geschichte. Dieser Bericht soll zeigen, daß unser Verein ein fester Bestandteil in den Dorfgemeinschaften der Stadtteile Hopfelde und Hollstein geworden ist und daß es sich lohnt, persönliches Engagement für diese gute Sache aufzubringen.

Hopfelde-Hollstein, im Januar 2005

Georg Koch,  Schriftführer